Sie liebt sperrige Rollen und Figuren, die nicht gleich alles von sich preis geben. Nina Kunzendorf spielt meist verschlossene, abgründige Charaktere, ist aber sehr vielseitig in ihren Rollen. Sie selbst hält sich immer noch eher für "eine Art Geheimtipp" obwohl sie schon beachtliche Auszeichnungen für ihre schauspielerischen Leistungen erworben hat.
Nina Kunzendorf wurde 1971 in Mannheim geboren und absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Es folgten Engagements am Nationaltheater Mannheim, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und an den Münchner Kammerspielen. Auch vor der Kamera zeigte sie ihre Vielseitigkeit. So drehte sie 2001 mit Jo Baier den TV-Film "Verlorenes Land", der sie 2003 nochmals für "Stauffenberg" engagierte. Es folgten 2002 der TV-Film "Treibjagd" (Regie: Ulrich Stark) und der Kinofilm "Rosenstraße" (Regie: Margarethe von Trotta).
Ihr Spiel in den Fernsehfilmen "Schimanski - Der Golem" (Regie: Andreas Kleinert) und im vielbeachteten "Polizeiruf 110: Der scharlachrote Engel" von Dominik Graf machte sie endgültig dem breiten Fernsehpublikum bekannt. Für ihre Rolle in letzterem wurde ihr 2006 der Adolf Grimme Preis mit Gold überreicht.
Für ihre sensible Darstellung der Andrea in Rainer Kaufmanns "Marias letzte Reise" wurde sie 2005 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet und erhielt im selben Jahr für ihre herausragende Theaterarbeit den Bayerischen Kunstförderpreis. Für Ihre Darstellung in "Guten Morgen, Herr Grothe" brachte Nina Kunzendorf 2008 eine Nominierung als Beste Darstellerin auf dem Monte Carlo Festival ein.
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