Matti Geschonneck prägt die Stoffe, die er inszeniert, gerne bereits in der Entwicklung. Seine bevorzugten Genres sind das Melodram und der Thriller, die er beide meisterhaft beherrscht. Die Sorgfalt seiner Besetzungen, seine genauen Milieuschilderungen, seine präzise Figurencharakterisierung und seine Schauspielerarbeit machen ihn zu einem der wichtigsten deutschen Regisseure.
Matti Geschonneck, 1952 in Potsdam geboren, ist der Sohn des bekannten Brecht- und DEFA-Schauspielers Erwin Geschonneck. In jungen Jahren studierte er am Moskauer Eisenstein-Institut Regie. 1978 verließ Geschonneck die DDR, um in Westdeutschland zu arbeiten. Als Regieassistent bei Thomas Langhoff, Eberhard Fechner und Diethard Klante legte er das Fundament für seine Karriere als Regisseur.
In Berlin drehte er 1993 den Kinofilm "Moebius", später mehrere Tatort-Folgen beim Sender Freies Berlin. Mit seinem Vater Erwin Geschonneck arbeitete er 1995 für die Altenheim-Komödie "Matulla und Busch" zusammen. Für seinen Thriller "Angst hat eine kalte Hand" (1996) erhielt er den Spezialpreis der Akademie für Darstellende Künste.
Er erhielt außerdem den Deutschen Fernsehpreis, zweimal den Bayerischen Fernsehpreis, den Adolf-Grimme-Preis, den Fernsehspielpreis der Akademie der Darstellenden Künste und wurde mehrfach für den "Goldenen Löwen", den "Telestar" und "Die Goldene Kamera" nominiert. Für "Duell in der Nacht" (2008) wurde er mit dem Deutschen Fernsehkrimi-Preis ausgezeichent. Jüngst konnte er den Hans Abich Preis und die Goldene Kamera in Empfang nehmen für den "Besten deutschen Fernsehfilm" mit der ZDF-Produktion "Entführt" (2010).